Vandalismus und die Folgen für Kita Seesternchen in Senftenberg
Vandalismus an der Skaterbahn in Senftenberg beeinträchtigt die Kita Seesternchen erheblich. Die Kinder und ihre Erzieher sind betroffen von den Zerstörungen.
Die Idylle von Senftenberg wird immer wieder durch unliebsame Vandalismusakte gestört. Eine der am stärksten betroffenen Einrichtungen ist die Kita Seesternchen, die nur wenige Meter von der beliebten Skaterbahn entfernt liegt. Vor einiger Zeit wurde die Skaterbahn eröffnet, um den Jugendlichen der Stadt einen Platz zum Abhängen zu geben. Was als unbeschwertes Freizeitvergnügen gedacht war, hat sich jedoch schnell in eine Quelle für Ärger und Unmut gewandelt.
Die erste Beschwerde kam eines Morgens, als die Erzieherinnen beim Eintreffen in der Kita entdeckten, dass die Wände der Außenbereiche mit Schmierereien verunstaltet waren. In bunten Farben prangten Worte, die weniger für Kinderohren geeignet sind, und die Stimmung im Kita-Seesternchen war plötzlich getrübt. Die Kinder, die im Garten spielen wollten, schauten verwirrt auf die neuen "Kunstwerke". Anstatt fröhlicher Entdeckungstouren trugen die Erzieherinnen nun die Aufgabe, den kleinen Sprösslingen zu erklären, warum da auf einmal diese merkwürdigen Zeichnungen zu sehen waren.
Der eine Streich nach dem anderen
Die Vandalismushandlungen beschränkten sich nicht nur auf die Wände. Auch die Spielgeräte waren betroffen. Rutsche und Schaukel erlitten teils schwere Schäden, die eine Nutzung unmöglich machten. Ein Vorfall, der besonders im Gedächtnis blieb, war derjenige, als eine Gruppe von Jugendlichen die Rutsche mit einem Feuerlöscher bearbeitete, was nicht nur den Spielplatz als solchen ruinierte, sondern auch die Sicherheit der Kinder gefährdete. Die Frage stellt sich: Woher kommt diese Wut, und warum richten sie sich gegen eine Kita, die doch eigentlich allen Kindern Freude bringen sollte?
Die Erzieherinnen diskutierten in den folgenden Tagen rege über diese Vorfälle. Bei einem Kaffeekränzchen im Personalzimmer wurde die Situation auch mit Eltern besprochen. Während einige Eltern von der Enttäuschung und Wut über das Verhalten der Jugendlichen berichteten, fanden andere Verständnis für die Unzufriedenheit, die sich unter den jugendlichen Skatern breitmachte. Es war ein schmaler Grat zwischen Verständnis und Verurteilung.
Schließlich wurde eine Beschwerde beim zuständigen Jugendamt eingereicht. Die Kita Seesternchen war nicht bereit, die Schäden stillschweigend hinzunehmen. Ein Vorschlag kam von einer der Erzieherinnen, mehr Präventionsarbeit zu leisten. Der Gedanke war, den Kindern der Kita nicht nur eine sichere Umgebung zu bieten, sondern auch den Jugendlichen der Skaterbahn einen Raum zur Reflexion und zum Austausch zu eröffnen. Vielleicht könnten sie die Kinder bei einem gemeinsamen Event sogar kennenlernen.
Die Idee, eine Art „Tag der offenen Tür“ zu veranstalten, kam gut an. Ein Vorhaben, das bares Geld brauchte. Spendenaufrufe wurden über Social Media gestartet, und tatsächlich trugen einige Bürger und Unternehmer aus Senftenberg dazu bei, dass die Kita dieses Event umsetzen konnte. Doch das ist nicht alles: Die Gelegenheit, ein Konzept zur zukünftigen Zusammenarbeit mit der Skaterbahn in die Tat umzusetzen, ist nach wie vor in den Köpfen der Erzieherinnen und Eltern verankert.
Ein Jahr nach den ersten Vandalismusakten haben die Erzieherinnen es geschafft, ein starkes Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Kita-Seesternchen zu schaffen. Auch die Jugendlichen scheinen einen Sinn für Verantwortung entwickelt zu haben, nachdem sie die Kleinsten in Aktion gesehen haben. Die Schilder, die um den Spielplatz herum hängen, wurden von den Kindern kreativ gestaltet. Man sieht nun Sprüche wie „Wir alle sind wichtig“ oder „Eure Taten haben Auswirkungen“.
Es bleibt abzuwarten, ob diese neuen Ansätze tatsächlich Früchte tragen. Sicher ist, dass Vandalismus nicht in den Köpfen der Jugendlichen verankert sein sollte. Aber möglicherweise wurde ein Anfang gemacht, diesen Kreislauf zu durchbrechen und ein Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung in der Gemeinschaft zu schaffen. Diese Ideen können schließlich auch über die Grenzen von Senftenberg hinaus strahlen und ein Beispiel dafür sein, wie durch Kommunikation und Kooperation Unterschiede überwunden werden können.
Eine Auswirkung hat der Vandalismus auf jeden Fall bereits gezeigt: Die Kita Seesternchen ist mittlerweile mehr als nur eine Bildungseinrichtung. Sie ist auch ein Ort des Dialogs geworden, an dem unterschiedliche Altersgruppen aufeinandertreffen und voneinander lernen können. Möglicherweise könnte dies der Schlüssel zu einer Lösung sein.
Aus unserem Netzwerk
- Commerzbank Girokonto: Alltagstauglichkeit und Funktionen im Testpflegedienst-gruppe-schott.de
- Kneipp-Kinderland in Thiendorf feiert 70 Jahre Freudemedienfabrik-gt.de
- Streik im Supermarkt: Spannungen vor Verhandlungen im Saarlandkawasaki-nicolai.de
- Mentale Fitness als Schlüssel gegen Alzheimerschloss-wtr.de